Endlich wieder essen!

„Das ist eine Lebensmittelunverträglichkeit.
Da kann man nichts machen.“
-Doch, Herr Doktor. Milch, Käse, Eier und Fleisch weglassen-, hätte ich damals sagen sollen. Aber ich war Industriekonsumentin.
Fast zehn Jahre, habe ich dann ohne Äpfel, Mais, Weizen und Tomaten gelebt. Fleisch war seit der Kindheit nie ganz meine Sache, Eier auch nicht. Ich hatte zeitweilig eine seltsame Hass-Fress-Liebe zu Fleisch, danach war mir meist übel; und diese Übelkeit kam eindeutig von der Psyche, die mir zuflüsterte: „Du hast in ein einst lebendiges Wesen gebissen, das unendliche Schmerzen erfuhr und dessen Fasern zerkaut. Du weißt schon, dass das eklig ist.“ Nach Eiern wurde mir physisch schlecht. Jedes Mal. Laktoseintoleranz wurde als Krankheit gelabelt, ich aß viel verarbeitetes Zeugs, gehärtete Fette, viel Käse. Schon als Kind war meine Ernährung ein katastrophales Mischmasch aus viel zu viel Unverdaulichem. Meine Schilddrüse ist fast ganz verschwunden. Ich begann eine ketogene Diät und gab sie kurz danach wieder auf. Ich versuchte es mit Desensibilisierung. Sackgasse. Nichts was ich versuchte half. Nach nun 1 1/2 Jahren rein pflanzlicher Ernährung, kann ich meinen Körper langsam wieder mit der Natur versöhnen. Sogar unbehandelten Vollkornweizen vertrage ich in Maßen wieder.
Artfremdes Milchprotein wird mittlerweile immer bekannter als zellmutierendes und allegieauslösendes Gift, Fleisch als herzgefährdend. Die Zahl der vegan lebenden Menschen steigt und steigt, die Lügen der Industrie stechen immer deutlicher hervor. #GabelStattSkalpell #foodinc #TheChinastudy #AnständigEssen #PeaceFood #WeFeedTheWorld und ähnliche, prämierte Veröffentlichungen rütteln an den Menschen, die fassungslos über die Brutalität in der Tierindustrie ihr Wurstbrot fallen lassen. Und mir geht immer wieder nur eins durch den Kopf, während ich in mein lang vermisstes Stück Apfel beiße: WIE konnte ich nur so dumm sein?
Eigentlich kenne ich fast nur Menschen, die nicht einmal eins dieser Bücher gelesen oder gehört und nichtmal einen dieser Filme gesehen haben. Und das trotz großer Ernährungsunsicherheit. „Was meinst Du? Ist da was dran? Kann man das essen? Gibt ja viele unterschiedliche Studien….“. Das sind Fragen, die ich häufig höre. Immerhin. Gefragt wird. Nur wird die Antwort meist nicht vertragen. Aber mittlerweile bin ich zuversichtlicher. Noch vor zwei Jahren, als Vegetarierin, habe ich der Veganer frohen Weltverbesserungsoptimismus mit einem Handwischen abgetan und sie ausgelacht. NIE! Nicht in tausend trillionen Jahren, werden mehr Leute als jetzt ihre Ernährung umstellen. Warum? Weil es der einzige Weg zur globalen Veränderung ist. Aufhören mit dem ZERFRESSEN. Die Menschen wollen keine Veränderung. Sie sehnen sich nicht mehr nach Versöhnung mit Tier und Natur. Und nie hätte ich mich mehr irren können. Es erfüllt mich mit großer Freude und Liebe, zu sehen, wie Viele bereit sind. Bereit für die Zukunft zu kämpfen. Sogar für eine, die sie vielleicht selbst nicht mehr erleben.
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